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Ein Freund der Dinge

22/03/2012

Ich lebe allein und so kommt es, dass an der Seite der Menschen für mich mehr und mehr die Dinge getreten sind…Die Tasse, aus der ich meine Milch trinke, die Vase auf meinem Tisch…die Bilder an der Wand und, um das Beste zuletzt zu nennen, die vielen Bücher an den Wänden meiner kleinen Wohnung, sie sind es, die mir beim Aufwachen und Einschlafen, beim Essen und Arbeiten, an guten und bösen Tagen Gesellschaft leisten. Die für mich vertraute Gesichter bedeuten.

Noch viele andere Gegenstände zählen zu meinem Vertrauten, Dinge deren stumme Sprache mir lieb ist…
Auch mein Arbeitszimmer gehört zu meinen Freuden. Es ist ein schönes Zimmer, ich wäre verloren, wenn es mir genommen würde. Aber das schönste an ihm ist das Loch, das auf den kleinen Balkon hinaus führt. Von da aus sehe ich nicht nur den See mit den Bergen und Dörfern…sondern ich sehe auf einen alten, stillen, verzauberten Garten hinab.

…Diese Gebüsche und Bäume gehören noch mehr als die Zimmer und Gegenstände zu mir und meinem Leben. Das Laub jedes Baumes sowie seine Blüte und Frucht ist mir wohl bekannt; jeder ist mein Freund, von jedem weiss ich Geheimnisse, die nur ich und sonst niemand weiss.

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Hermann Hesse n’était pas seulement écrivain ou poète:

” Mes petites aquarelles sont une sorte de poésies ou de rêves, elles ne donnent qu’un lointain souvenir de la réalité et la transforment selon des sentiments personnels …”

Meine kleinen Aquarelle sind eine Art Dichtungen oder Träume, sie geben von der Wirklichkeit bloß eine ferne Erinnerung und verändern sie nach persönlichen Gefühlen…

http://www.hermann-hesse-haus.de/

 

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